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Spiritualität

Du bist ein*e König*in

Ausstellung in der Franziskuskirche auf der Seiser Alm

(c) vero

Die Würde jedes Menschen ist unantastbar. So sollte es jedenfalls sein. Gleich ob einheimisch, fremd, geflüchtet oder Gast, Gastarbeiterin oder Arbeitgeberin, abgesichert oder bedürftig, Kind oder erwachsen, stark oder hilflos, dieser oder jener Ausrichtung: wir alle haben von Anfang an dieselbe Würde und sollten einander auch so begegnen, wie Königinnen und Könige.

Wir sind sozusagen alle königlich, menschlich und göttlich (Gotteskinder).

(c) vero

Von Juli bis Oktober 2021 war in der Franziskuskirche eine Ausstellung mit König*innen -Porträts des Bonner Diakons Ralf Knoblauch zu sehen. Der Diakon schnitzt Königsfiguren aus alten Eichenbalken, die inzwischen in der ganzen Welt zu Gast sind.

Infos zu Ralf Knoblauch: www.ralfknoblauch.de

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Spiritualität

ich bin da

corona gebet

gott du bist ICH BIN DA
du bist ICH BIN DA auch in dieser zeit
immer bist du da wenn wir dich rufen
da zu sein ist dein name
und er sei geheiligt durch uns

unsichtbar bist du da
durch unsere hände füße augen und ohren
durch unser feinfühlendes herz
durch unsere beruhigende stimme
wenn wir ein gutes wort schenken
wenn wir inmitten von schlimmen nachrichten
deine frohe botschaft sind

hilf uns gott
auf die stimme jener zu hören
die gerade versuchen
das chaos zu verhindern oder zu verringern
durch ihre aufrufe zu vernunft und rücksicht

zum zuhausebleiben oder zum mithelfen
hilf uns gerade jetzt nicht gewicht zu legen
aufs rechthaben und besserwissen

hilf uns gott diese zeit nicht zu missbrauchen
für eigene politische wirtschaftliche
oder religiöse zwecke

unser vertrauen auf dich
was immer auch geschieht
ist das geheimnis deines seins und deiner liebe
daran glaube ich

vero 18.3.2020

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Spiritualität

Corona Virus

Von Seelsorger Franz

Seit Monaten bin ich zur Untätigkeit verurteilt. Und jetzt treibt das Coronavirus auch noch sein Unwesen. Die Regierungen treffen harte Maßnahmen. Alle Versammlungen sind abgesagt, Schulen geschlossen, Gottesdienste und Beerdigungen untersagt. Wahrscheinlich erscheinen uns manche Maßnahmen übertrieben. Hoffentlich dürfen wir dann nach der Überwindung dieser Zeit sehen: die Regierungen hatten Recht mit den strengen Bedingungen. Zur Zeit jedenfalls sind wir eingeladen, sie einzuhalten und in Solidarität zusammenzuhalten. Sicher wird uns bewusst, welch großes Geschenk die Freiheit ist, dass wir uns frei bewegen können, wann und wie und wo wir wollen. Ebenso wird uns bewusst, wie wertvoll Gemeinschaft ist. Dass wir in kleinen und großen Verbänden und Vereinen füreinander da sind. Dass wir miteinander feiern dürfen, die frohen Ereignisse, aber auch die traurigen. Vor allem aber, denke ich, sind wir berufen, Gemeinschaft im Kleinen bewusst zu pflegen, vor allem das Miteinander in der Familie. Auch wenn uns bewusst wird, wie leicht ein Virus imstande ist unsere ganze Weltordnung zu erschüttern, so wollen wir doch das Vertrauen nicht verlieren und in Solidarität auf bessere Zeiten warten. Jeder/jede ist gefragt. Auf jeden/jede kommt es an.



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Spiritualität

Wie Simeon

Gedanken von Seelsorger Franz

Viel Kraft vom Hl. Geist
und festes Vertrauen auf den ICH BIN DA 
und auf Jesus Christus,
unseren Bruder und Wegbegleiter!

Ich knüpfe beim greisen Simeon an:
Dieser ist ein im Glauben gereifter Mensch.
Alte Menschen sehen darum tiefer, weiter, höher,
sehen dahinter;
schauen hinter die Dinge,
erkennen mehr die Zusammenhänge,
ERWARTEN noch etwas Bleibendes…
Sind vom Vertrauen getragen,
dass Gott seine Verheißungen erfüllt. 
Durch den Hl. Geist – heißt es –
wurde ihm geoffenbart,
er werde den Messias sehen…
und er sieht ein armseliges Kind! 
Aber alles Große, Einmalige
beginnt mit einem armseligen Kind! 
Gottes Geist wirkt in diesem, in jedem Kind.

Fast gegen jede Logik des Hausverstandes
sind die großen Wege Gottes.
Simeon lebt diese Haltung des Erwartens:
Das Beste steht uns noch bevor! 
Auf diesen Gott dürfen wir vertrauen;
er ist überraschend, unerwartet….
Wir brauchen ihm nicht zu sagen, was er zu tun hat…
Er handelt nur aus Liebe,
auch wenn wir oft vieles nicht verstehen oder erkennen;
aber das Leben hilft uns zu wachsen und zu reifen
und hinter die Dinge zu schauen
und zu erahnen und zu erwarten:
Das Beste steht uns noch bevor.   
Das will ER uns jeden Tag zeigen.

Mit Simeon ‚dahinter’ schauen, nach vorne…
bis in die Ewigkeit.

Franz Pixner 4.2.2014