Pfarrei Kastelruth



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Neues Pfarrblatt


Kunstprojekt in der Franziskuskirche

Rosen für den Frieden

Rosenwunder …

Am Sonntagabend, 21. August 2022, wurde das Rosenprojekt der Eifeler Künstlerin Caroline Lauscher in der Franziskuskirche auf der Seiser Alm vorgestellt.

Viele fleißige Frauen haben die Rosen gehäkelt, in vielen Formen und Farben. Sehr viele Rosen wurden von Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen des Martinsheims mit viele Liebe und Hingabe gefertigt, und viele von Frauen, die dabei Ruhe und Frieden erlebt haben, in Zeiten der Unruhe, des Wartens, der Schmerzen, der freien Zeit, an vielen Orten, im Urlaub, im Zug, unterwegs. In diese Rosen wurden viele Gedanken und Gefühle eingehäkelt, und sie wurden so zu sichtbaren Gebeten. Auch Rosen von Frauen aus Deutschland sind dabei und verbinden sich so mit unseren hier zu einer sozialen Skulptur, wie Caroline Lauscher das Kunstwerk nennt.

Viele Hände halfen beim Installieren des Kunstwerks. Der Kunstschmied Peter brachte die nahezu unsichtbaren Drahtnetze mit eigens dafür gearbeiteten Haken an der Wand der Kirche an, ohne diese dabei zu „verletzen“. Immer wieder kamen Menschen in die Kirche und blieben erstaunt und erfreut stehen, fragten nach der Bedeutung der Rosen und bedankten sich für diese Arbeit des Friedens.

In einem Gästebuch können Gedanken zur Installation aufgeschrieben werden, und wer möchte kann auch weiterhin Rosen häkeln, da die Installation weiterwandern und an vielen anderen Orten die Menschen mit dem Friedensgedanken konfrontieren und erfreuen wird. In die Spendenbox am südlichen Eingang können auch Spenden für die entstandenen Unkosten des Kunstwerkes geworfen werden.

Die Roseninstallation kann bis Ende Oktober in der Franziskuskirche besichtigt werden.

Der Urlaubspriester Don Giacomo aus Bari ging beim Gottesdienst am Sonntagabend sehr einfühlsam auf das Thema des sozialen Kunstwerks ein. So wie die Rosen alle verschieden sind und gemeinsam ein farbenprächtiges Ganzes ergeben, so sei es auch mit den Menschen, die alle sehr verschieden sind und zusammen eine schöne und bunte Gemeinschaft sein können. So wie Menschen aus vielen Orten Rosen gehäkelt und sich an dem Projekt beteiligt haben, so würden alle Menschen einmal zusammenkommen vor Gott, und niemand würde draußen bleiben müssen oder wollen, denn Gott schließe niemanden aus, unabhängig von seinem Glauben oder Zweifeln oder Nichtglaubenkönnen. Frieden könne nur sein, wenn man sich selbst dafür einsetze. Einen Gottesdienst könne man nur dann wirklich feiern, wenn man sich selbst einbringe, und nur wenn wir selbst zu Brot füreinander werden, wird Eucharistie wirksam.