Sr. Lydia auf Besuch in Kastelruth Drucken E-Mail
Fabian, Lea und Martin aus der 3. Klasse Grundschule Kastelruth erzählen:

Sr. Lydia war am 31. Mai 2011 bei uns in der Schule. Sie ist 75 Jahre alt und schon 48 Jahre in Afrika. Sie hat uns einen Film gezeigt. In diesem Film waren Bilder von armen Menschen, wie sie leben und wie sie zu essen bekommen, welche Gewänder und welche Schulen und welche Behausungen sie haben. Sie haben nur so Hütten aus Steinen und Holzbrettern oder Blech. Sie leben im Elendsviertel Kariobangi in der Stadt Nairobi, in Kenia in Afrika. Viele Kinder müssen im Müll Essen und Sachen suchen. In den Straßen sind enge Gassen. Sozialarbeiter gehen immer durch die Slums und wenn sie elternlose Kinder beim Müllsuchen finden, dann nehmen sie sie mit in die Schule von Sr. Lydia.

Im Film hat man auch gesehen, wieviele Kinder in eine Klasse gehen. Es sind etwa 40 bis 80 Kinder in jeder Klasse. Sr. Lydia hat uns auch erzählt, wie es den Kindern in den Slums geht und dass sie in der Schule in der Früh und zu Mittag etwas zu essen bekommen. Die Schule hat sogar Klos und darum sind wir froh. Mit unseren 5.500 Euro vom Adventsmarkt 2010 hat sie Medikamente gekauft.

 

 

Die Kinder haben nur drei Tage Osterfereien und drei Tage Weihnachtsferien. Sie können die Schule nicht schließen, weil sonst die Kinder nichts zu Essen bekommen. Und sie gehen gerne in die Schule. Sie gehen nicht gerne aus der Bibliothek heraus, weil sie so gerne lesen. Es sind über 1.000 Kindern in den Schulen von Sr. Lydia. Sr. Lydia hat schon einen Plan: sie möchte gerne eine Mittelschule bauen. Sr. Lydia hat uns einen Brief von einem Jungen namens Teddy vorgelesen:

"Ich bin Teddy und bin 10 Jahre alt. Meine Eltern sind schon gestorben, als ich 5 Jahre alt war. Ich bin nun auf die Straße gegangen und habe viel gelitten. Andere Kinder haben mich geschlagen und verspottet. Später bin ich zu meiner Tante gegangen. Mir war aufgefallen, dass sie mich nicht mochte. Eines Tages bin ich zu meiner Oma gegangen. Sie hatte gesagt: Eines Tages wirst du ein König werden.
Er ging zur Schule und seine Oma hatte recht gehabt. Nun geht es ihm viel besser."

Es war sehr schön, dass uns Sr. Lydia besucht hat, das hat uns sehr, sehr gefreut!

Zum Abschluss des Besuches übergaben die Grundschüler ihre selbst gesparten und gesammelten Spenden an Sr. Lydia, die sich dafür tief berührt bedankte. So kamen insgesamt rund 1.600 Euro für die Kinder im Elendsviertel von Kariobangi zusammen!

Die 21 Kinder der Grundschule St. Michael spielten als Dank für den Besuch von Sr. Lydia ihr Theater "Schneewittchen" vor, worüber sie sich sehr freute.

 

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In der Mittelschule Kastelruth war Sr. Lydia beim Abschlussgottesdienst am 16. Juni 2011 zu Gast und bedankte sich bei Schülern und Lehrern für die Adventsaktion "Eine Apotheke für Sr. Lydia". Bei dieser Gelegenheit überreichte Pastoralassistent Rudi Sampt Sr. Lydia eine Gedächtnisspende. Senioren aus Laien übergaben ebenfalls einen Spendenbetrag, der vom Verkauf handgefertigter Näharbeiten herrührte.

Der Abschlussgottesdienst, der vom Diakon Wolfgang Penn geleitet wurde und zu dem auch zahlreiche Eltern gekommen waren, stand unter dem Motto: "Mission und Entwicklungshilfe". In der Ansprache betonte Sr. Lydia, dass "Mission" immer dort geschieht, wo Mitmenschen unsere Hilfe benötigen. Am Beispiel des Evangeliums vom barmherzigen Samariter verdeutlichte sie, dass dieser Nächste jeder sein kann unabhängig von Hautfarbe und Religion.