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Seelsorger Franz Pixner
Hotel Ritsch, Saltria 16, 39040 Seiser Alm (BZ) - Tel.: +39 335 876 02 94 - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  
 
 
Eucharistiefeier / Santa Messa
  • Sonntag 17.00 nach Ostern bis Ende September (Siehe Pfarrblatt!)
  • Sonntag 16.30 ab Oktober bis Ostern (Siehe Pfarrblatt!)
  • Domenica ore 17.00 dopo Pasqua a fine settembre
  • Domenica ore 16.30 da ottobre a Pasqua
 
 
 

       Seelsorger Franz Pixner ist hier anwesend für Gespräch, Beichte, Segen, Gebet am ...

  • Dienstag von 09.00 bis 11.00 Uhr
  • Mittwoch von 15.00 bis 17.00 Uhr
  • Freitag von 09.00 bis 11.00 Uhr
  • Kirchenführung am Mittwoch um 17.00 Uhr

 

       Don Franz è qui presente per preghiera, benedizione, confessione ...

  • Martedì, ore 09.00 – 11.00
  • Mercoledì, ore 15.00 – 17.00
  • Venerdì, ore 09.00 – 11.00
  • Mercoledì, ore 17.00: Guida della chiesa

 

 

Kreuzweg für die Franziskuskirche

Schüler/innen der 5. Klassen Grundschule Kastelruth haben in der Fastenzeit 2017 unter der Anleitung von Michaela Pallanch und den Lehrerinnen Kreuzwegstationen für die Franziskuskirche entworfen und auf Holzplatten gemalt. Dort können sie in den Nischen des Eingangsbereiches meditiert werden. Entsprechende Texte mit weiteren Erklärungen liegen auf den Regalen bei der Franziskusstaue auf. (Vero)

 

 

 

Lichtimpressionen in der Franziskuskirche

Kurz nach 8.00 Uhr morgens ging am 5. Februar 2016 die Sonne auf und strahlte vom Lang- und Plattkofel her über die schneebedeckte Seiser Alm. Ich trat in die Franziskuskirche ein und erlebte ein besonderes Lichtspiel. Die Glaswand hinter dem Altarraum erstrahlte im blauen Licht durchzogen von blitzenden gelben Leuchtstreifen.

Der Künstler Werner Kofler wollte mit dieser mächtigen Glaswand die Schöpfung aus dem Urmeer darstellen. Bei genauerer Betrachtung erkennt man Einzelteile eines Riffes, aus dem die Dolomiten vor rund 220 Millionen Jahren im Meer etwas oberhalb des Äquators entstanden sind... alles durchwebt von einem schöpferischen Licht wie nur zu sehen in dieser Jahreszeit und um diese Stunde.

Pfarrer Franz hat in der Franziskuskirche neue Regale einbauen lassen. Dort findet man Literatur zum Verweilen und Gebete zum Mitnehmen. Zudem ließ er einen eigenen Stempel (siehe Grafik rechts!) anfertigen, der bei Anwesenheit von Pfarrer Franz auch den Besuchern zur Verfügung steht. (toM)

 



 

Bei mystischem Sonneneinfall wurde am 7. Dezember 2015 das handgemalte Kreuz von San Damiano in der Franziskuskirche aufgehängt. Andreas Putzer fand geschickt die richtige Stelle an der großen mit Lärchenplanken getäfelten Seitenwand. Seine Tochter Denise, Kurt, Veronika, Thomas und Seelsorger Franz standen ihm beratend zur Seite.

Als das Kreuz an der Wand hing, war allen, als sei es immer schon dort gehangen, das Kreuz, das damals im Jahre 1202 zum Franz von Assisi zu sprechen begann und er die innere Stimme hörte: "Franziskus, bau meine Kirche wieder auf!". Das Originalkreuz hängt heute in der Basilika Santa Chiara, dem Mutterhaus der Klarissen in Assisi. (toM)

 



 
 
                         
  

 

Die Seiser Alm wird als die größte Hochfläche Europas angesehen. Sie bietet sehr viele Möglichkeiten zum Wandern, zum Schifahren, zum Staunen.
Es war naheliegend, an diesem Ort ein Zeichen zu errichten, das uns vor Augen führt: Hinter unserem Leben steht Gott, der uns liebt. Dieses sichtbare Zeichen ist die neue Franziskuskirche.
Der Grund, warum der hl. Franziskus als Patron dieser Kirche gewählt wurde, liegt fast auf der Hand: Franz von Assisi (1181/82-1226) sah überall in der Natur Spuren Gottes. Sonne, Mond, Sterne, Wasser, Feuer, Luft, Wind nennt er Bruder, Schwester. Die Erde nennt er Mutter, die uns ernährt. Alles Geschaffene lädt er ein, Gott, den Schöpfer und Vater, zu loben.
Wir Menschen sind als die wichtigsten Geschöpfe in besonderer Weise eingeladen, mit unserer Stimme, mit unserem ganzen Leben Gott zu preisen.
Mögen Sie bei Ihrem Aufenthalt auf der Seiser Alm Augen, Ohren und Herz für diese Schönheit und Weite öffnen, dass auch Sie von Staunen, Dank und Frieden erfüllt werden.
Diese Schrift möchte Ihnen helfen, durch die Betrachtung dieser Franziskuskirche dankbar zu erahnen: Gott ist in unserer Mitte; in IHM darf sich Jeder und Jede geborgen wissen.

Neue Kraft und Freude wünscht Ihnen die Pfarrgemeinde Kastelruth

 


Foto: Fabian Dalpiaz

 

Als Architektonische Grundform wählte der Architekt die TAUBE: Der Hauptraum stellt den Körper der Taube dar, die beiden Zugänge von Westen und Osten erinnern an die ausgebreiteten Flügel; der nach oben weisende Turm ist der Schnabel der Taube.
Die Taube ist Zeichen des Heiligen Geistes, sie war für den hl. Franz wichtig als Friedenstaube: Mögen alle, die in dieser Kirche kurz verweilen oder mit anderen Gott feiern, etwas von dem Frieden erahnen, den Gott uns schenken will.
Die Kirche ist gegen OSTEN gerichtet wie viele Kirchen seit dem Mittelalter. Im Osten geht die Sonne auf: Wir wenden uns Christus, der aufgehenden Sonne zu.

ZUGANG von WESTEN
An der Wand im Eingangsbereich hängt ein altes Wegkreuz von der Seiser Alm.
Vor dem Kreuz von San Damiano betete Franz von Assisi oft: „Herr, erleuchte die Dunkelheit meines Herzens… Hilf mir zu erkennen, was du mit mir vorhast….“
Sosehr hat sich Franziskus in das Leiden Jesu vertieft, dass gegen Ende seines Lebens an seinem Körper die Wundmale Jesu aufbrachen. Das Kreuz lädt auch uns ein, Jesus für seine Liebe zu danken und wie Er in allem Leid Gott zu vertrauen.

ZUGANG von OSTEN (geeignet auch für Rollstuhl):
Die Nischen in der Wand (ursprünglich für den Kreuzweg gedacht) laden durch Bild und Text zum Sonnengesang des hl. Franz auch uns ein, Gott zu loben, ihm zu danken und zu vertrauen.
Diese Nischen sind z.B. für Gruppen, Familien… eine Einladung, selber ‚kreativ’ zu werden.
FRANZISKUS-Statue im Vorraum: Schlicht, einfach, ruhig, besonnen, in Gott versunken steht Franziskus mit der Taube da, als wollte er jedem Besucher Mut machen: ‚In Christus führt Gott auch dich zum Frieden.’

SPUREN AM BODEN
Mit all unserer Sehnsucht sind wir eingeladen, diesen Spuren nachzugehen, um beim Ambo auf Gottes Wort hinzuhören. führen durch diesen Ostzugang hinein in die Kirche und auf der Seite nach vorne bis in den Altarraum. Es sind HIRSCH-Spuren. In Ps 42 heißt es: ‚Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wassert, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.’

 

  

 

EUCHARISTIERAUM
Der Raum deutet eine Rundkirche an und ist ein Ausschnitt der gesamten Kirche Christi: Gebogene Bänke, die sich nach vorne verengenden Seitenwände betonen den Altar und weisen hin auf den Mittelpunkt (dieser gedachten Rundkirche), der außerhalb liegt. Diese Mitte ist Gott.
Unser Leben hat ein Ziel; wir sind unterwegs zur endgültigen und bleibenden Begegnung mit Gott. ‚Unruhig ist unser Herz, bis es zur Ruhe kommt in dir, o Gott.’ (Augustinus)
Das FARBFENSTER hinter dem Altar, das je nach Sonnenstand verschieden leuchtet, lässt etwas von der Herrlichkeit Gottes aufstrahlen, von seinem Himmel in unserer Mitte.
Der ALTAR ist der Tisch, um den Jesus uns versammelt, um mit uns Mahl zu halten. Jesus schenkt sich uns als Brot des Lebens.
Er ist der Eckstein. Wir als Getaufte und Gefirmte sind gerufen, lebendige Steine seines Volkes zu sein: Verschiedene Steine sind in die Altarplatte eingegossen.
VOR dem Altar am Boden ist das Tau eingeritzt, das Segenszeichen des hl. Franz, und die Kapsel mit den Reliquien (kleines Stück Kleid).
Der AMBO ist der Ort der Verkündigung des Wortes Gottes: Es ist Weisung für unseren Lebensweg und für das Gelingen der Gemeinschaft und unserer Welt.
‚Gottes Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade.’(Ps. 119).
‚Wer meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf FELS baute’ (Mt 7,24)
Der TABERNAKEL (= Zelt, Wohnung) als Säule dient zur Aufbewahrung der Hostien.
Dieses Zeichen, vor dem das ewige Licht brennt, lädt uns ein, Gott in Jesus Christus anzubeten, ihm zu danken, betend bei ihm zu verweilen und durch eine Kniebeuge zu verehren.
Altar, Ambo und Tabernakel aus feinem BETON drücken die Einfachheit, die Nüchternheit, die Schlichtheit des hl. Franz aus und möchten die Botschaft als das Wesentliche aufzeigen.
Von der Hintertür der Sakristei her führt eine andere Tierspur durch den ganzen Altarraum hin zum Ambo Sie erinnern an den WOLF von Gubbio, den der hl. Franz gezähmt hat.
Auch uns können Wolfs-Haltungen (rücksichtslos, grausam, egoistisch, unehrlich….) zu schaffen machen. Mit allen Haltungen sind wir eingeladen, uns (beim Ambo) unter Gottes Wort zu stellen und (am Altar) durch das Brot des Lebens zu stärken.
Weiters sind in der Nähe vom Ambo am Boden Spuren von Vögeln zu erkennen. Sie erinnern an die Vogelpredigt des hl. Franz: Die Vögel sollen mit ihrem Gesang Gott loben.
Die GLASWAND im Westen (auf der Seite des Chores) drückt aus: Es soll nicht Trennung sein zwischen’drinnen’ und ‚draußen’, sondern Verbindung: Was wir draußen (im Alltag) an Freud und Leid erleben, sollen wir in die Kirche hineinbringen. Was wir drinnen (in der Kirche) miteinander feiern oder im stillen Gebet erfahren, soll Licht, Kraft und Freude für unseren Alltag draußen sein.
Die 12 KREUZE an den Seitenwänden erinnern an die 12 Apostel, die 12 Säulen der Kirche.

 

  

 

Der GLOCKENTURM beherbergt drei Glocken (Fa. Grassmayr/Innsbruck). Sie erinnern durch ihr tägliches Läuten an Gott und laden zum gemeinsamen Feiern ein.
Die erste Glocke (ca. 380 kg, Ton b’) trägt den Namen und das Bild des hl. Franziskus mit der Einladung:
Laudato sii, o mi Signore.
Die zweite Glocke (ca. 260 kg – Ton c’) trägt den Namen der gütigen, gläubigen Dienstmagd Notburga (1265-1313 in Ebnat am Achensee) mit dem Zeichen Brot (für die Armen) und Rechen und Sichel (für die Arbeit) mit der wichtigen Botschaft: Die Welt ist uns nur geliehen.
Die dritte Glocke (ca. 185 kg – Ton d’) trägt den Namen des Apostels Jakobus (Jakobswege führen quer durch Europa bis nach Santjago de Compostela in Nordspanien) mit den Zeichen Buch (Bibel), Stab (pilgern) und Muschel (hören) und der Ermutigung: hinhören – entdecken – staunen.
Jede Kirche ist ein ZEICHEN, das uns aufzeigt: Gott wohnt in unserer Mitte – wir sind geborgen in seiner großen Hand.
Jede Kirche wird zu einem lebendigen Zeugnis, wenn Menschen sich für diese herrliche Botschaft Gottes öffnen und diesen Raum durch Gebet und Feiern mit Leben füllen.

Die Franziskuskirche wurde am 25. Dezember 2008 vom Dekan Franz Pixner benediziert. Seither feiern wir hier zu den Saisonzeiten an Sonn- und Feiertagen Gottesdienst.
Die feierliche Weihe der Kirche erfolgte am 20. September 2009 durch den Bischof unserer Diözese Bozen-Brixen Dr. Karl Golser.

 

  
 


Bauherr dieser Franziskuskirche:
Pfarrei zu den Hll. Aposteln Petrus und Paulus, Kastelruth
Bauzeit: Herbst 2007 bis Weihnachten 2008
Architekt: Dr. Walter Dietl, Schlanders
Sicherheitskoordinator Julius Profanter
Mitarbeitende Künstler
Franz und David Messner: Altar, Ambo, Tabernakel, Leuchter…
Werner Kofler: Altarfenster mit Kreuz
Eric Perathoner: Franziskus

DIE PFARRGEMEINDE DANKT

  • Herrn Walter Urthaler für den Baugrund
  • dem Baukomitee unter dem Vorsitz von Walter Sattler
  • den verschiedenen Institutionen, Gewerbetreibenden, Gruppen und Einzelpersonen für die Mitfinanzierung:
  • Gemeindeverwaltung Kastelruth
  • Autonome Provinz Südtirol
  • Ital. Bischofskonferenz
  • Raiffeisenkasse Kastelruth
  • Südtiroler Landessparkasse
  • Hotels/Gastbetriebe der Seiser Alm
  • Viele Einzelpersonen