Primiz 2004 Drucken E-Mail

Primiz von Fabian Tirler 2004

"Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben" (1 Kor 15,10a)

Mein Name ist Fabian Tirler, ich wurde am 16. Juni 1979 geboren und am darauffolgenden 22. Juli durch die Taufe in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen. Aufgewachsen bin ich in einer christlichen Familie in Kastelruth, wofür ich Gott und meinen Eltern sehr dankbar bin. Wann ich das erste Mal daran gedacht habe, Priester zu werden, weiß ich nicht mehr, aber dieser Berufswunsch war seit meiner Grundschulzeit – manchmal stärker, manchmal schwächer – immer da. Die Mittel- und Oberschule habe ich im Vinzentinum in Brixen besucht. Während dieser Jahre habe ich in meiner Heimatpfarrei verschiedene Dienste (Lektor, Kantor, Aushilfsmesner…) übernommen und bin so mehr und mehr in das Leben der Kirche hineingewachsen. Es wurde für mich immer klarer, dass ich nach der Matura in das Priesterseminar eintreten würde. Im Herbst 1998 habe ich dann diesen Schritt gewagt und mich auf diesen Weg eingelassen. Im vergangenen Juni habe ich mein Theologiestudium abgeschlossen und am Sonntag, 19. Oktober 2003, wurde ich im Dom von Brixen von Bischof Wilhelm Egger zum Diakon geweiht. Am Samstag, 26. Juni 2004 erfolgte die Priesterweihe und am 3. und 4. Juli die Primiz in Kastelruth.

 

 

Was bewegt in der heutigen Zeit einen jungen Menschen Priester zu werden?

Diese Frage wurde mir oft gestellt, von meinen Mitschülern in der Oberschulzeit, aber auch später, und ich glaube, dass es gar nicht so einfach ist, sie zu beantworten. Es spielen viele verschiedene Motivationen herein, z.B. meine Erfahrung mit Gott an andere Menschen weiter zu geben, sie daran teilhaben lassen in der Verkündigung oder die Feier der Liturgie, aber ein letzter Grund kann nur eine tiefe Liebe zu Jesus Christus sein. Ohne einen Blick über diese Welt hinaus auf GOTT, auf Ihn, der ruft und beruft, wäre es wirklich sinnlos, ins Seminar zu gehen! Nach außen hin ist mein Weg der klassische Weg, wie er von vielen gegangen worden ist: christliche Familie – Ministrant – Vinzentinum – Priesterseminar. Ein Weg aber, der immer wieder auch begleitet war von innerem Ringen und von Zweifeln, ob es wirklich der richtige Weg für mich ist. Ich vertraue darauf, dass der Herr, der mich in seine Nachfolge gerufen hat, mich auch auf den richtigen Weg führen wird.