Franziskuskirche 2007/08 Drucken E-Mail

   

Bischof Wilhelm Egger segnet den Grundstein für den Bau der Franziskuskirche
(von Rosmarie Erlacher - Dolomiten vom 6./7.Oktober 2007)

"Es braucht einen Ort und Räume, wo die Menschen sich versammeln, sich besinnen und gemeinsam die Eucharistie feiern können", sagte Bischof Wilhelm Egger in seiner Ansprache zur feierlichen Grundsteinlegung auf Kompatsch. Für den heiligen Franz von Assisi stellte die Schöpfung eine Spur der Herrlichkeit Gottes dar. Sich in diesem Sinne für den Schutz dieser Schöpfung einzusetzen sei ein grundlegender Auftrag für alle Christen. "Dies gilt besonders für die Seiser Alm", fügte der Bischof hinzu. Er segnete den Grundstein zum Bau der neuen Kirche, in dem eine Metallhülse mit einer Urkunde untergebracht ist. Diese Urkunde unterzeichnete auch der Bischof und versah sie mit dem bischöflichen Stempel.
Der Feierstunde wohnten sehr viele Einwohner der Seiser Alm sowie Gläubige aus der Pfarrgemeinde Kastelruth bei. Der Vorsitzende des Baukomitees, Walter Sattler, konnte als Festgäste auch Generalvikar Josef Matzneller, den Kastelruther Dekan Franz Pixner und seinen Vorgänger Albert Pixner, Landesrat Florian Mussner, Vizebürgermeister Martin Fill sowie weitere Vertreter der Gemeinde Kastelruth, den Kastelruther Pfarrgemeinderatspräsidenten Adolf Hofer sowie Architekt Walter Dietl und die beiden beauftragten Künstler Franz Messner und Werner Kofler begrüßen.

 

Dekan Albert Pixner berichtete über die Vorgeschichte des Kirchenbaus. Bereits seit Jahrzehnten hätten die Bewohner der Seiser Alm den Wunsch verspürt, ihren Gästen nicht nur Unterkunft, sondern auch eine seelsorgliche Begleitung zu bieten. Die architektonische Gestaltung des Baukörpers ähnelt der Gestalt einer Taube; in den Sitzreihen des Innenraumes finden rund 150 Menschen Platz. Die Schenkung des Baugrundes, zwischen der Feuerwehrhalle und dem Hotel Plaza gelegen, war der erste Baustein für die Finanzierung des 2,2 Millionen Euro teuren Bauvorhabens. Diese Kosten werden zu annähernd je einem Viertel von Beiträgen des Landes, der Gemeinde und der italienischen Bischofskonferenz CEI sowie Spenden der Bevölkerung getragen. Zu den 478.000 Euro Geldspenden, so berichtete Julius Profanter vom Pfarrgemeinderat Kastelruth, kommen noch beträchtliche Leistungen, die Baufirmen kostenlos ausführen.
"Die Kirche wird in Zukunft die geistige Mitte der Seiser Alm sein", sagte er.


Einige Bilder von der Bauphase

 

 

 

 

 


Erster Gottesdienst in der Franziskuskirche am 25. Dezember 2008

Die Franziskuskirche auf der Seiser Alm wurde am Weihnachtsfest, 25.12.2008, mit einem festlichen Gottesdienst um 15.00 Uhr für den Kult geöffnet. Bei dieser Feier wurden Kirchenraum, Ambo, Altar und Tabernakel in einfacher Weise gesegnet (benediziert). Die feierliche Weihe dieser Kirche ist für den dritten Sonntag im September, 20.09.2009, vorgesehen – natürlich nach Rücksprache mit dem neuen Bischof. Der erste Festgottesdienst am Weihnachtsfest wurde vom Seiser Männerchor und von Bläsern musikalisch mitgestaltet. Ca. 500 Gläubige aus nah und fern sind der Einladung der PGR von Kastelruth und Seis auf die Seiser Alm gefolgt. 

 

 


Einweihung der Franziskuskirche durch Bischof Karl Golser am 20. September 2009

Diözesanbischof Karl Golser hat am 20. September 2009 auf der Seiser Alm die neu errichtete Franziskuskirche geweiht. Die Kirche, die in ihrer architektonischen Grundform eine Friedenstaube darstellt, ist reich an Symbolik. „Diese Symbolik soll zur Besinnung auf das Wesentliche führen, nämlich zum Lob Gottes, der die Liebe ist“, betonte Bischof Karl Golser. Diese Kirche auf der Seiser Alm ist keine Pfarrkirche, „sondern dient in diesem Ferienparadies einzig dem Lobe und der Anbetung Gottes“, so der Bischof. Auf der großen Glocke dieser Franziskuskirche ist der Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi eingraviert, „damit das Lob Gottes über die wunderschöne Seiser Alm ertönen kann“ sagte der Bischof, der dazu anmahnte, dass diese Franziskuskirche ins Bewusstsein rücken möge, dass die Bewahrung der Schöpfung in unserer Zeit der vorzügliche Weg ist, um den Frieden zu erhalten und um auch den nächsten Generationen ein Haus des Lebens und der Liebe zu übergeben.