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21. Dezember

 

Vom "Kegelplatz" auf dem Kalvarienberg, wo der Friedensweg beginnt, ist es nur einen Steinwurf weit bis zur Kofelkapelle. Eigentlich besteht der romanische Turm aus einer Doppelkapelle. Im Erdgeschoss befindet sich die Antoniuskapelle. Hier hat der Künstler Walter Zuber das Altarbild gestaltet. Es zeigt den Hl. Antonius von Padua in bunten Farben inmitten der Natur. Diese Kapelle spielt in der Karwoche eine wichtige Rolle. Die Kofelprozessionen finden hier den Abschluss mit Chorgesang und Segen. Die obere Kapelle wird öfters für Jugendandachten genützt. Auch in der Silvesternacht wird der mystische Ort manchmal zum alternativen Jahreswechsel aufgesucht. Ein großes Taizè-Kreuz bildet das Zentrum des Raumes.

Die Büsten an den Außenseiten des Turms stellen Kaiser Augustus und Kaiser Tiberius dar. Unter Augustus wurde Jesus um das Jahr 7 v. Chr  geboren, unter Tiberius um das Jahr 30 n. Chr. am Kreuz hingerichtet.

Jesus ist natürlich nicht ca. 7 Jahre vor sich selbst auf die Welt gekommen. Im Mittelalter ist man jedoch draufgekommen, dass man sich beim Geburtsjahr um einige Jahre verrechnet hatte. Man blieb jedoch bei der entsprechenden Jahreszahl.

Auch der Geburtstag Jesu ist nicht bekannt. Er wird am 24. Dezember gefeiert, weil in römischer Zeit am 25. Dezember der unbesiegte Sonnengott (Sol invictus) gefeiert wurde. Dieser Tag war nach dem julianischen Kalender der kürzeste Tag des Jahres und entsprach der Wintersonnenwende am 21. Dezember. Unter Kaiser Konstantin (Mitte des 4. Jahrhunderts) wurde die Feier des unbesiegten Sonnengottes  durch das Weihnachtsfest ersetzt. Für das aufstrebende Christentum war klar, dass Jesus das "Licht" der Welt ist, das die "Dunkelheit" besiegt.

 

 

 

 


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