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18. Dezember


Heute suchen wir einen Ort in Kastelruth auf, bei dem die Beschreibung "dunkelleuchtend" genau zutrifft. Es handelt sich um den Friedhof von Kastelruth mit den schönen schmiedeeisernen Grabkreuzen.

Es gibt wohl kaum einen anderen Ort, an dem die Dunkelheit, der Tod und das Licht (Hoffnung auf die Auferstehung) so eng beieinander liegen.

Bereits die Frühmenschen vor 100.000 Jahren haben ihre Verstorbenen mit Grabbeigaben beerdigt. Vielleicht hatten sie bereits die Hoffnung auf ein Wiedersehen nach dem Tod. Der Totenkult wird religionsgeschichtlich auf jeden Fall als der Beginn von "Religion" gedeutet. 

Für uns Christen bedeutet Weihnachten die Geburt jener Hoffnung, die alles Leiden und jeden Tod überwindet. In jedem neugeborenen Kind keimt diese Hoffung auf.

Marion Sattler, 's Mutter (siehe 6. Dezember!), hat im Namen des Advent-Teams dem Bestatter Ewald Griesser einige Fragen gestellt:

 

Marion Sattler: Sie begegnen sozusagen "beruflich" Menschen voller Trauer und Leid. Wie gehen Sie damit um?

Ewald Griesser: Ich bin damit aufgewachsen und es kommt auch immer darauf an wie der Trauerfall bzw. Todesfall ist. Wenn junge Menschen, Verwandte oder Kinder sterben, ist es auch für mich schwieriger damit umzugehen, als wenn es sich um kranke, alte Menschen handelt, denn das ist nun mal unser Weg, dorthin wo wir alle mal hin müssen.


Marion Sattler: Ist die Sterberate in der Advents- und Weihnachtszeit anders als im restlichen Jahr?

Ewald Griesser: Anders nicht, aber es ist sicher nicht die passende Zeit (wann wäre schon die passende Zeit?), aber wir können leider nicht bestimmen, wann und wo die Zeit passt. 

 

Marion Sattler: Wünschen Sie sich in der Bevölkerung oft mehr Verständnis für ihren Beruf?

Ewald Griesser: Ja, manchmal wäre das angebracht. 

 

 

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