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10. Dezember - 2. Adventsonntag

 

 

 

 Der 10. "dunkelleuchtende Ort", den wir heute aufsuchen, ist ein virtueller Ort und hat mit Rudi Sampt zu tun. Er lebt mit seiner Frau Michaela (siehe 9. Dezember) in Kastelruth und ist in der Trauerbegleitung tätig. Virtueller Ort deshalb, weil wir uns die Homepage "Begleiter im Wandel - Trauerkultur in Südtirol" (www.begleiten-im-wandel.org) genauer ansehen wollen. Dort erfahren wir, dass Rudi Sampt und Paula Grünfelder Menschen in verschiedenen Verlustsituationen begleiten: Eltern bei plötzlichen Todesfällen, Trauernde am Arbeitsplatz oder Trauergruppen, die an Seminaren teilnehmen.

Da Rudi zur Zeit auch in unserer Schule als Integrationslehrer arbeitet, konnten wir ihm in der Pause folgende Fragen stellen:

 

: Ist der Schmerz von Trauernden in der Advents- und Weihnachtszeit größer als sonst?

Rudi Sampt: Ja, denn da kommt die Familie zusammen, aber ein Mensch fehlt und das macht die anderen traurig. Die Advents- und Weihnachtszeit berührt die Menschen ganz tief und die Gefühle sind in dieser Zeit viel stärker. Auch das Gefühl der Trauer.

: Was können wir für Menschen tun, die einen schweren Verlust zu beklagen haben?

Rudi Sampt: Sie ansprechen, wenn wir merken, dass es ihnen nicht gut geht. Ihnen zuhören, aber keine Ratschläge geben. Sie vielleicht einladen oder besuchen zu Tee und Keksen und ihnen sagen, dass wir für sie beten.

: Wie lange dauert eine durchschnittliche Trauerphase bei Menschen?

Rudi Sampt: Das ist ganz unterschiedlich. Das hängt von jedem Menschen selber ab. Es gibt verschiedene Trauerphasen und die Trauerzeit kann über Monate oder auch Jahre gehen.  

 

P.s.: Rudi ist auch Mitglied vom Care-Team der Mittelschule Kastelruth und steht anderen Care-Teams an Südtirols Schule beratend zur Seite!  


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